Heute feiern wir das grandiose Debüt von SheWolf. Eine neu gegründete Band, rund um die griechische Ausnahmesängerin Angel Wolf-Black. Das selbstbetitelte Werk bietet facettenreichen, mystischen Symphonic Metal, verpackt in knapp 45 Minuten, in denen sich ein Hit an den nächsten reiht. Dafür gibt es von mir die volle Punktzahl! 10/10

SheWolf ist eine neue Band, die ihre Heimat beim italienischen Label Frontiers Records gefunden hat, ins Leben gerufen, von der einzigartigen, charismatischen Sängerin Angel Wolf-Black. Vielen vielleicht bekannt von ihrer Zeit als Frontlady bei Bare Infinity aber sicher auch durch ihre Teilnahme beim Vivaldi Metal Project. Die Griechin konnte auch durch etliche großartige Cover-Songs auf sich aufmerksam machen. Ich kann mich noch sehr gut erinnern, als sie vor ein paar Jahren, als Duett-Partnerin, an der Seite der norwegischen Künstlerin Minniva geglänzt hat, als sie gemeinsam den Within Temptation Hit „Paradise (What About Us?)“ gecovert haben. Eine geniale Interpretation! Nun hat sich das Angel Wolf-Black entschieden ein neues Kapitel in ihrer musikalischen Laufbahn aufzuschlagen und SheWolf gegründet. Inhaltlich ein sehr mystisches Album, mit schönen, geheimnisumwobenen Texten, mit engem Bezug zur Natur und ihren Mythen. Die Lyrics stammen dementsprechend, natürlich auch alle aus der Feder der griechischen Ausnahmesängerin. Die Musik inklusive der Produktion, ist aber dem kreativen Schaffen der beiden Temperance Musiker Michele Guaitoli und Marco Pastorino zu verdanken. Die vielbeschäftigten Künstler haben in jeder Hinsicht, ein echtes Meisterstück gezaubert, das nur so sprüht vor Frische, Energie, Ideenreichtum und tollen Melodien. Um den mystischen Charakter von SheWolf noch zu verstärken, verstecken sich die beteiligten Instrumentalisten hinter Masken und ausdrucksstarken, geheimnisvollen Namen. Angel Wolf-Black tritt unmaskiert, als The Shaman auf, die echten Namen ihrer Kollegen wurden aber bislang noch nicht veröffentlicht. Es darf also gerätselt werden, wer sich hinter The Hunter (Gitarre), The Predator (Bass) und The Alpha (Schlagzeug) verbirgt. Zu hören gibt es auf jeden Fall hochklassigen, sehr eingängigen, teils dezent folkig akzentuierten Symphonic Metal. Es ist den Songwritern/Produzenten hervorragend gelungen, eine tolle Balance zwischen der metallischen Härte und den sehr feinen Arrangements zu finden. Die 10 Songs wirken alle wie aus einem Guss, niemals überladen und immer fokussiert, die großartigen Stimmungen und den wundervollen Gesang von Angel Wolf-Black in den Vordergrund zu stellen. Die Handschrift von Michele Guaitoli und Marco Pastorino ist aber dennoch unverkennbar und so kommt es schon vor, dass man gelegentlich an Stücke von Temperance erinnert wird aber das ist natürlich zweifelsohne als Gütesiegel zu verstehen. Das tolle Cover-Artwork und die schönen Fotos stammen von Ermes Buttolo. Ich möchte das nicht unerwähnt lassen, da auch diese Arbeit, künstlerisch sehr gut gelungen ist.

Die aktuelle Single/Video Veröffentlichung macht den Anfang. „The One You Feed“ startet mystisch, mit Klängen der Panflöte und liefert damit auch eine Grundmelodie. Nach einem Break geht es kraftvoll und opulent los. Ein recht flotter Start, mit schönen Variationen und tollen Stilelementen. „Welcome To The Pack“ begeistert mit wunderbaren orchestralen Arrangements. Nach rasantem Beginn, folgt ein getragener Vers-Teil, der in einem überragenden, sehr stimmungsvollen Refrain gipfelt. Angel Wolf-Black mit allen Facetten die ihre wunderschöne Stimme zu bieten hat. Ein mitreißendes Stück, das durch stete Tempo-Wechsel, immer wieder gut die Spannung aufbaut. The Hunter glänzt zu dem, mit einem herausragenden Gitarren-Solo. „Lone Wolf“ war die erste Single nebst Video, mit dem man die Fans schon vor einigen Wochen auf sich aufmerksam gemacht hat. Ein absoluter Top-Hit! Die gut vorantreibende Kombination aus Schlagzeug und Gitarre reißt den Zuhörer mit und der Chorus, inklusiver starker Backings, schreit nach einer Live Performance, bei dem alle mitsingen können. Sehr geschickt installierte Streicher und Flöten sorgen für eine tolle Ausstrahlung. Das folgende „Home“ war dann Single/Video Nr.2. Balladesker Beginn, mit sehr feinem Piano-Spiel, begleitet von der wundervollen, sanften Stimme der griechischen Schönheit. Zum Refrain hin folgt dann eine kraftvolle Überleitung und gibt dem Stück eine Wendung, energiegeladen und intensiv geht es weiter. „Moonbound“ ist aktuell mein persönlicher Favorit. Opulenter Symphonic Metal der Extra-Klasse, großartige Chöre, ein paar progressive Elemente. Geniale, erhabene Melodie-Führung, ein mega Refrain und ein toller instrumentaler Part. Dazu arbeitet man mit starken Tempo-Variationen und krönt den Top-Hit mit einem unglaublichen Finale. Ein wahrer Genuss! „Safe In The Dark“ klingt zu Beginn sehr stark nach Temperance aber, wie oben schon gesagt, das ist ja was Gutes, sogar etwas sehr Gutes. Ruhige Vocals zu Beginn, der Chorus getragen, insgesamt ein toller Songaufbau. Veredelt einmal mehr, mit einem wunderbaren Solo von The Hunter. „Nothing Is Forever“ ist eine wunderschöne Ballade, mit Piano-Begleitung. Angel Wolf-Black mit warmer, weicher Stimme, mit melancholischem Unterton. Überragend gesungen, mit feinen Streicher-Arrangements veredelt, sorgt das zweifelsohne für Gänsehaut. Nach dem 2. Refrain wird die Instrumentierung verstärkt und es wird noch intensiver, noch ausdrucksstärker und noch emotionaler. MEGA! Auch „My Prayer“ startet mit Klängen vom Piano, wirkt schwer, etwas düster. Nach toller Überleitung ist der Metal dann wieder zurück. Wunderbare Arrangements sorgen für eine großartige Stimmung, der Refrain ist eindringlich und intensiv. Stimmlich extrem variabel dargeboten. Ein weiterer Top-Favorit von mir, keine Frage. Mit Vollgas kommt „The Thrill Of The Chase“ daher. Großartige Melodieführung, satte Power, mit progressiven Momenten. Die tolle Vocalline schwebt förmlich über der gewaltigen Wand der Instrumente, die kraftvollen Chöre geben zusätzliches Volumen. „Fallen Without You“ ist dann leider schon der letzte Song. Es geht ruhig und gefühlvoll los, sehr facettenreich komponiert, stimmlich überragend, natürlich! Der Refrain hat einen hymnischen Charakter und mit deutlich opulenterer Instrumentierung, jedoch weiterhin mit dezentem Tempo, gehen wir langsam dem Ende dieses unfassbar starken Debüts entgegen, das mit viel Power und Double-Bass, noch einen tollen Schlusspunkt parat hält.

Herzlichen Glückwunsch an Angel Wolf-Black und ihre Band SheWolf. Ein herausragendes Debüt, mit einer Hit-Dichte, wie man sie nur selten findet. Und mit Michele Guaitoli und Marco Pastorino, zwei tolle Kreativ-Kräfte im Hintergrund hat, die hier ein Album komponiert und produziert haben, das auch in der obersten Liga konkurrenzfähig ist. Gratulation!

Band

Angel Wolf-Black as The Shaman (Gesang)
The Hunter (Gitarre)
The Predator (Bass)
The Alpha (Schlagzeug)

Titel

  1. The One You Feed
  2. Welcome To The Pack
  3. Lone Wolf
  4. Home
  5. Moonbound
  6. Safe In The Dark
  7. Nothing Is Forever
  8. My Prayer
  9. The Thrill Of The Chase
  10. Fallen Without You
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