Was lange währt währt gut sagt man gerne. Und so freue ich mich, endlich das selftitled Debütalbum der Finnen One Desire in den Händen zu halten.

Die Hard Rock Band One Desire wurde bereits 2012 von Schlagzeuger Ossi Sivula gegründet. Die Jahre vergehen, Songs werden geschrieben, Musiker kommen und gehen. 2014, als Gitarrist / Produzent und Songwriter Jimmy Westerlund (Sturm und Drang, Negative, u.a.) zur Band stößt geraten einige Steine ins Rollen, die Band gewinnt die Aufmerksamkeit von Frontiers-Boss Serafino Perugino und so wird bereits Mitte 2015 (siehe unsere News) von einem Debütalbum gesprochen, damals noch mit dem Brasilianer Dan Vasc am Mikro.

Ich kann nur mutmaßen, aber die Distanz zwischen Finnland und Brasilien ist vielleicht doch zu hoch für eine aufstrebende Band. Die Hard Rock Welt ist recht klein, und so gesellte sich Ex-Sturm und Drang Bandkollege André Linman zu One Desire und übernimmt den Job am Mikro. Doch das bedeutet für den jungen Finnen Linman einen musikalischen gewissen Kurswechsel. Ein Name fehlt noch: Jonas Kuhlberg (u.a. Cain’s Offering) am Bass stieß als letzter hinzu. In dieser Formation entwickeln One Desire ihren heutigen Sound, Melodic Rock wie zu besten Zeiten. Die Band bedient sich klassischer Element, die man beispielsweise von Journey oder Def Leppard kennt, teils ist der Sound härter als besagter, teils poppiger.

Eröffnet wird das self-titled Album „One Desire“ mit der ersten Single-Auskopplung „Hurt“. Der Song entpuppt sich als mitreißender Ohrwurm, den ich am liebsten auf Dauerschleife laufen lassen würde, wäre da nicht der grandiose Rest des Albums. Ausnahmslos alle Songs sind gelungen, das One Desire Debüt hat keine Lückenfüller. Zum Reinhören empfehle ich neben dem Opener das sehr rockige „Buried Alive“ und die wunderschöne Ballade „This Is Where The Heartbreak Begins“, die es auf der Japan-Edition noch als Akustik-Version obendrauf gibt.

Fazit: Da ist es, mein erstes Highlight und definitiv Anwärter auf meine TOP 10 2017. Und so kann ich nur empfehlen, die gemeinsame Tour mit Eclipse in den kommenden Wochen nicht zu verpassen.

Band

André Linman – Gesang
Jimmy Westerlund – Gitarre
Jonas Kuhlberg – Bass
Ossi Sivula – Drums

 

Songs

  1. Hurt
  2. Apologize
  3. Love Injection
  4. Turn Back Time
  5. Falling Apart
  6. Straight Through The Heart
  7. Whenever I’m Dreaming
  8. Do You Believe
  9. Buried Alive
  10. This Is Where The Heartbreak Begins
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