Kaum ein Jahr nach ihrem Hammer-Debüt, legen die italienischen Power-Metal-Shooting-Stars Frozen Crown, schon den ebenso fantastischen Nachfolger „Crowned In Frost“ nach.

Die fünf Musiker, die ihre Basis in dem schönen Mailand haben, haben sich dazu entschlossen, das Eisen zu schmieden, solange es noch heiß ist. Kaum ist der Jubel um das 2018er-Debüt „The Fallen King“ verhallt und die Tinte meiner dazugehörigen Review getrocknet, kommt mit „Crowned In Frost“ schon der Nachfolger ums Eck. Frozen Crown, die es in meiner opulenten 2018-Jahres-Wertung immerhin auf den 12 Platz geschafft haben, stellen mit ihrem neuen Release Ansprüche, das in diesem Jahr noch zu toppen. Die Chancen darauf stehen gut. In unveränderter Besetzung, haben sich die jungen Italiener auf gemacht, ein neuerlich hochklassiges Power-Metal-Album zu komponieren, was erneut, hier und da ein paar Melodic-Death-Einflüsse beinhaltet. An vorderster Front, zeigen erneut Federico Mondelli (Gitarre, Keyboard, Gesang) und Frontlady Giada „Jade“ Etro, für die Kompositionen verantwortlich. Die junge und über die Maßen talentierte Thalia Bellazecca, ist weiterhin an der zweiten Gitarre zu hören. Filippo Zavattari am Bass und Alberto Mezzanotte am Schlagzeug, sorgen auch auf Album Nr.2, für die Wucht im Sound.

Musikalisch gehen Frozen Crown ihren Weg kontinuierlich weiter und liefern mit „Crowned In Frost“ ein wahres Highspeed-Monster ab, was man sich gut als Soundtrack eines „Fast&Furious-Films“ vorstellen könnte. Im Besonderen die Kollegen von Dragonforce, dürften sich hier geschmeichelt fühlen. Inhaltlich liegt der Verdacht nahe, dass man ein Konzeptalbum geschrieben hat, jedoch funktionieren die 11 Stücke natürlich auch gut für sich alleine.

Wenn gleich das Album vom Intro bis zum abschließenden Titeltrack, ein uneingeschränkter Hörgenuss ist, möchte ich euch doch gerne die einzelnen Songs des neuen Frozen Crown-Meisterwerks, etwas näher bringen.

Das wuchtige Intro, was mich irgendwie stark an Metallica zur „Ride The Lightning“-Zeit erinnert, öffnet die Tür, zur Highspeed-Granate „Neverending“. Der Song ist nicht nur die erste Video-Veröffentlichung aus dem neuen Album, sondern auch ein Vorgeschmack darauf, dass man auf „Crowned In Frost“, v.a. mit dem Tempo, keine Kompromisse macht. Neben der flotten Geschwindigkeit, liegt aber dennoch, immer auch der Fokus, auf tollen Gitarren- und Gesangsmelodien. „In The Dark“ ist eine sehr stimmungsvolle Hymne, die mit etlichen Rhythmus-Wechseln und einem großartigen Refrain begeistert. Einer meiner Topfavoriten auf der Scheibe. „Battles In The Night“ lebt von der Geschwindigkeit, gepaart mit tollen Vocallines, macht auch sehr viel Freude. Bei „Winterfall“, dem mit 7:30 Minuten längsten Opus des Albums, kommen neben tollen Chören, auch die Melodic-Death-Einflüsse erstmals zum Tragen und Federico Mondelli, steuert ein paar starke Growls bei. Ansonsten ist das Stück eine sehr abwechslungsreiche und spannende Komposition, die auch Sängerin Giada „Jade“ Etro, all ihr Können abverlangt. Sehr stark. „Unspoken“ ist dann wieder eine, für Frozen Crown typische Power-Metal-Granate, die die Nackenmuskulatur stark in Anspruch nimmt. Der für mich großartigste, weil am meisten mitreißende Song, ist „Lost In Time“. Hier bringen die Italiener all ihre Talente und Fähigkeiten auf den Punkt und liefern nicht nur das eingängigste Stück ab, sondern kreieren auch noch den stärksten Refrain ihrer jungen Bandgeschichte. Eine Melodic-Metal-Hymne, die von Tempowechseln genauso lebt, wie von Jade’s ausdrucksstarker Stimme. Ein Hammer-Song! Mille Grazie! Das Lied läuft bei mir immer wieder in Dauerrotation. Es macht unglaublich viel Spaß und sollte auch ein Pflichtprogramm, für die anstehenden Shows sein. Neben dem flotten „Forever“ und dem epischen Titeltrack „Crowned In Frost“, der neben Jade, übrigens auch wieder Federico am Mikro zeigt, gibt es noch die wunderbaren Instrumentalstücke „The Wolf And The Maiden“ und des Intermezzo „Enthroned“ zu bewundern. Sehr fein, man kann auch mal ganz ohne Vocals glänzen.

Frozen Crown gelingt es tatsächlich, nach nur 14 Monaten, mit „Crowned In Frost“, ein zweites Power-Metal-Meisterwerk zu veröffentlichen, das es, ebenso wie das Debüt, locker mit den Genre-Größen aufnehmen kann. Ich freue mich sehr, die fünf Italiener im April, auf ihrer Tour mit Elvenking, das erste Mal live erleben zu dürfen. Ich bin mir sicher, das wird ein Highlight im Konzertjahr 2019.

Band

Giada „Jade“ Etro (Gesang)
Federico Mondelli (Gesang, Growls, Gitarre, Keyboard)
Thalia Bellazecca (Gitarre)
Filippo Zavattari (Bass)
Alberto Mezzanotte (Schlagzeug)

 

Titel

  1. Arctic Gales
  2. Neverending
  3. In The Dark
  4. Battles In The Night
  5. Winterfall
  6. Unspoken
  7. Lost In Time
  8. The Wolf And The Maiden
  9. Forever
  10. Enthroned
  11. Crowned In Frost

 

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