„Street Lethal“ heißt die neue Hit-Kollektion der schwedischen Mega-Seller Crazy Lixx. Eine Meisterleistung von Danny Rexon und seiner Band! Ein Album, mit dem man in den späten 80er Jahren, problemlos, die größten Arenen und Stadien auf dieser Erde, hätte füllen können. 9/10

Ja, liebe Leute, der fleißige und hochbegabte Sänger und Komponist Danny Rexon, hat mal wieder zugeschlagen und ein wahrhaftiges Meisterstück kreiert. Nachdem der versierte Songwriter, ja bereits großen musikalischen Anteil, am diesjährigen Debüt der britischen Sängerin Chez Kane hatte, die ich übrigens sehr schätze, legt er nun mit seiner eigenen Band Crazy Lixx, sehr erfolgreich nach. Mit „Street Lethal“ gelingt dem talentierten Schweden, somit, bereits der zweite, ganz große Wurf, im Jahr 2021! Aber natürlich war dies nicht möglich ohne seine kongenialen Band-Kollegen. Da wären Drummer Joél Cirera, ebenfalls von Beginn an bei Crazy Lixx. An den Gitarren Jens Lundgren und Chrisse Olsson, dazu am Bass Jens Anderson, komplettieren das aktuelle Line-Up. Die Keys und Arrangements hat natürlich Sänger Danny Rexon beigesteuert, der auch maßgeblich an der Produktion beteiligt war, den finalen Mix hat Tobias Lindell (H.e.a.t) übernommen. Die namhafte Gästeliste für die fantastischen Backing-Vocals ist fast so lang wie das Telefonbuch, daher hier nur ein kleiner Auszug. Mit dabei sind unter anderem, Chez Kane, Swan Hellion (Black Rain), Tomy Lovelace (Mädhouse), Pete Newdeck (Drummer u.a. bei Midnite City und Vega). Das Cover-Artwork kommt im Action-Film-Plakat-Design daher. Die Idee stammt von Bassist Jens Anderson, umgesetzt vom Künstler Neil Davies. „Street Lethal“ ist, trotz all der großartigen Crazy Lixx – Alben, nach meinem Geschmack, das bisher stärkste. Ich finde tatsächlich, dass keine aktuelle Band, den Geist des Hair Metal so gut verkörpert, wie die 5 Schweden. Dieser außergewöhnlich facettenreiche Mix aus Melodic Rock, Sleaze Rock und Glam Rock ist ziemlich einzigartig und obwohl natürlich ein paar Klischees bedient werden, wirkt die Musik unglaublich frisch und authentisch. All diejenigen unter euch, die die mittleren und späten 80er Jahre live miterlebt haben, so wie auch ich, werden mir beipflichten, dass Crazy Lixx diesen Zeitgeist perfekt einfangen und mit einer modernen Produktion, gekonnt umgesetzt haben. Ich habe etwas ähnliches auch schon in meiner Review über das Chez Kane – Debüt geschrieben, das liegt wohl ganz eindeutig am Komponisten, Danny Rexon. Also, eine klare Handschrift des Schweden. Ich bin mir auch sehr sicher, wenn Crazy Lixx mit dieser starken Musik, mit diesen sensationellen Hits, Mitte/Ende der 80er schon aktiv gewesen wären, hätten sie einen ähnlichen Status wie Poison, Def Leppard oder Bon Jovi erreichen können. Leider sind wir mit unserer Zeitgeschichte schon gute 30 Jahre weiter aber eines bleibt dennoch bestehen. „Street Lethal“ ist ein grandioses Album, mit sehr viel Liebe zum Detail komponiert, mit herausragenden Backing-Vocals, starken Riffs und Soli und natürlich einem Ohrwurm-Refrain nach dem anderen. Also Herrschaften, Mähne toupieren, Sonnenbrille auf, ins Cabrio setzen, anschnallen und mit maximal aufgedrehtem Sound, den Sunset Strip entlang cruisen!

Zum Einstieg gibt es mit „Enter The Dojo“ ein nettes Instrumental-Intro, passend zum Titel, mit asiatischer Klang-Färbung, begleitet von Danny Rexon’s tollem Keyboard-Spiel. Mit „Rise Above“ gehen die Schweden dann gleich richtig in die Vollen! Einer der größten Hits in den letzten Jahre. Eine typische 80er Hardrock-Hymne. Mitreißend, stimmungsvoll, starke Riffs, geniales Solo, mega coole Backings und ein hammermäßiger Refrain! Damit hätte man früher jede Tanzfläche zum Ausrasten gebracht. Das Video, das dazu unlängst veröffentlicht wurde, ist ebenfalls ein echter Knaller und Hingucker! „Anthem For America“ könnte den Geist des Albums nicht besser beschreiben, wenn auch schon, mit ein paar ironischen Zwischentönen. Das Stück war die erste Single nebst Video, von „Street Lethal“. Es wartet mit großartiger Gitarren-Arbeit auf, fette Drums, Joél Cirera sei Dank, geben dem Song die Kraft. Eine tolle Nummer im Stil alter Danger Danger. „The Power“ startet mit a capella – Vocals nur dezent von Schlagzeug und Bass begleitet. Nach dem zunächst verhaltenen Beginn, geht es dann rhythmisch und mit sattem Groove weiter. Die Backings sind ein weiteres Mal, als besonderes Highlight zu erwähnen. Danny Rexon sorgt mit seiner starken Vocal-Performance, inklusive einem tollen Refrain, für aller beste Unterhaltung. Mit einem sehr feinen Solo geht es bei „Reach Out“ los. Eine Midtempo Stadion-Hymne der Extra-Klasse, ebenfalls schon vorab veröffentlicht. Sehr emotional, mitunter auch mal nachdenklich, vom Ausdruck her, geeignet um jedes Hardrock-Publikum dieses Planeten zu begeistern. Ein absoluter Mega-Hit! „Final Fury“ hat ziemlich viel von einem Film-Soundtrack. Im Stil der Top-Gun-Anthem. Mit tollen Keyboards von Danny und feinster Gitarren-Arbeit, von Chrisse Olsson und Jens Lundgren, ist das Stück die Einleitung zum Titel-Song „Street Lethal“. Die Nummer kommt sehr kraftvoll, flott und rifflastig daher, die ausdrucksstarken Vocals von Danny Rexon und die genialen Chöre, machen den Song unwiderstehlich. Zu Beginn und am Ende von „Caught Between The Rock ’n‘ Roll“ kommt ein wenig Country-/Western-Flair auf, mit Elementen, wie sie auch Bon Jovi früher, als sie noch gut und authentisch waren, gerne mal verwendet haben. Zweifelsohne eine sehr coole Nummer, die im Besonderen live, durch den Mit-Sing-Refrain, zu einem zentralen Punkt bei Gigs werden könnte. Mit „In The Middle Of Nothing“ folgt ein weiterer Monster-Hit, wie ihn selbst die Genre-Größen der 80er, sicher gerne in ihrem Repertoire gehabt hätten und diese sicherlich auch vor Neid erblassen lässt. Schön rhythmisch, im mittleren Tempo gehalten, dazu feinstes Riffing und starke Keys. Danny Rexon einmal mehr, mit einer sensationellen Performance am Mikro, was in einem sagenhaften Ohrwurm-Refrain gipfelt. Die Backing-Vocals im ehrwürdigen Def Leppard-Style, komplettieren diese unfassbar geile Hymne! Treibend, mit feiner Gitarren-Melodie beginnt „One Fire – One Goal“. Starke Riffs und das mitunter, dominante Bass-Spiel von Jens Anderson, bringen das Stück mitreißend und stimmungsvoll voran, dazu wieder mal ein klasse Chorus. Zum Ende wird es dann noch ein wenig episch. Mit einer 7-Minuten-Nummer beschließen Crazy Lixx ihr 7. Studio-Album. Bei „Thief In The Night“ wird dann nochmal alles ausgepackt, was die schwedischen Super-Stars ausmacht. Die Gitarren stehen hier im Rampenlicht, so können Jens Lundgren und Chrisse Olsson sich mit ein paar Soli und Riffs, richtig schön austoben. Letzterer hat übrigens dazu die Musik komponiert. Die feinen Arrangements und der sehr variable Gesang von Danny Rexon, spannt für mich hier sogar den Bogen hin zu Alice Cooper, aus der Zeit, rund um das „Constrictor“-Album. Der Hang zur Soundtrack-Musik aus dieser Zeit, ist ebenfalls nicht zu überhören. Ein genialer Abschluss, eines der stärksten Hardrock Alben, die das Jahr 2021 hervorgebracht hat.

Herzlichen Glückwunsch an Danny Rexon und seine Kollegen von Crazy Lixx und natürlich auch an all die vielen tollen Gast-Stimmen, die bei den Backing-Vocals zu hören sind. „Street Lethal“ ist einfach nur grandios und wird die Crazy Lixx ganz sicher, nochmal ein gutes Stück auf der Erfolgsspur nach vorne bringen. Hoffentlich bis bald mal wieder live. In diesem Sinn „Let’s get rocked, not infected!“

Band

Danny Rexon (Gesang, Keys)
Jens Lundgren (Gitarre)
Chrisse Olsson (Gitarre)
Jens Anderson (Bass)
Joél Cirera (Schlagzeug)

Titel

  1. Enter The Dojo
  2. Rise Above
  3. Anthem For America
  4. The Power
  5. Reach Out
  6. Final Fury
  7. Street Lethal
  8. Caught Between The Rock n Roll
  9. In The Middle Of Nothing
  10. One Fire – One Goal
  11. Thief In The Night
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